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Finanztest 2010

Viele Verbraucher nutzen, wenn es um das sehr komplexe Thema Finanzen und Versicherungen geht, die Informationsquelle Stiftung Warentest. Diese nimmt mit ihrer Schwester-Zeitschrift FINANZtest in regelmäßigen Abständen Finanz- und Versicherungsprodukte genau unter die Lupe.

Selbstverständlich wurde auch das Thema Zahnzusatzversicherungen mehrfach analysiert. Wie bei jedem Test bzw. bei jeder Analyse spielen die untersuchten Leistungen und deren jeweilige Gewichtung eine sehr große Rolle.

In der letzten Ausgabe zum Thema Zahnzusatzversicherung im Mai 2010 wurden im Test folgende Leistungen beleuchtet und unterschiedlich gewichtet:

- 10% Regelversorgung (ohne privatzahnärztliche Vergütungsanteile)
- 40% Privatversorgung (z.B. hochwertige Kronen, Brücken aus Keramik)
- 25% Inlays
- 15% Implantate
- 10% jährliche Obergrenzen (anfängliche oder dauerhafte Leistungsbegrenzungen)

Dies sieht für den Laien erstmal vollständig und eventuell auch nachvollziehbar aus. Jedoch fehlen, nach unser Meinung, einige Bewertungskriterien und die gewählten Bewertungsmaßstäbe sind nicht nachvollziehbar.

1. Zusatzleistungen für Prophylaxe und Zahnbehandlung wurden nicht berücksichtigt

Die meisten Zahnärzte empfehlen ihren Patienten als Prophylaxe eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung und im Bereich der Zahnbehandlung Wurzelbehandlungen und hochwertige Kunststofffüllungen.

Inzwischen haben das auch viele Versicherungsunternehmen erkannt und bieten diese Leistungen in ihren Tarifen der Zahnzusatzversicherungen an. Leider wurden diese Leistungen von der Stiftung Warentest überhaupt nicht berücksichtigt und sind damit auch nicht in das Testergebnis eingeflossen.

2. Implantatleistungen zu gering bewertet, dafür Regelversorgungsleistung überflüssig

Die Leistungen für Implantate wurden von der Stiftung Warentest leider nur zu 15% in die Bewertung einbezogen. Gerade Implantate sind sehr teuer. Ein Implantat mit Krone kostet ca. 2.000 Euro.

Hauptsächlich für solche teuren Versorgungen werden Zahnersatzversicherungen abgeschlossen und nicht um sich eine Zahnersatz-Regelversorgung leisten zu können. Wozu sollte man dann eine Zahnzusatz- versicherung abschließen?

Wenn einem die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung reichen würden, dann bräuchte man nicht eine Zahnversicherung abschließen. Der Eigenanteil, der für die gesetzliche Regelversorgung anfällt ist im verhältnismäßig überschaubar. Daher meinen wir, dass die Berücksichtigung der Regelversorgung von 10% völlig überflüssig ist und die Implantatleistungen nicht ausreichend berücksichtigt worden sind.

3. Anfängliche Leistungsbegrenzungen kaum berücksichtigt

Das Thema der jährlichen Obergrenzen wurde im Test der Stiftung Warentest lediglich mit 10% gewichtet. Das halten wir für untergewichtet. Es wurde mehr darauf geachtet das die Tarife langfristig keine größeren Leistungsbegrenzungen haben. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass unsere Kunden gerade bei der Auswahl der passenden Zahnzusatzversicherung, gerade auf die anfänglichen Leistungsbegrenzungen achten. Wer möchte schon jahrelang einzahlen um einen vernünftigen Leistungsanspruch zu erwerben? Die meisten Kunden wollen nach kürzester Zeit den vollen Leistungsanspruch.

Ein wichtiger Punkt wurde nicht berücksichtigt. Dies sind die jeweiligen Annahmebedingungen. Es gibt viele leistungsstarke Zahnversicherungstarife, die auf Grund der Gesundheitsprüfung, bei Antragstellung, gar nicht für jedermann in Frage kommen und zu einer Ablehnung durch die Versicherungsgesellschaft führen können. Hierbei ist konkret das Thema der fehlenden und nicht ersetzten Zähne gemeint.

Fazit des Zahnzusatzversicherung Test der Stiftung Warentest:

Natürlich begrüßen wir solche Tests von Stiftung Warentest / Finanztest. Sie geben einen groben Überblick und dienen als Anregung und Orientierungshilfe. Grundsätzlich empfehlen wir unseren Kunden sich zuerst einmal über ihre persönlichen Bedürfnisse Gedanken zu machen und nicht blind auf den Testsieger zu setzen. Jeder setzt andere Prioritäten und hat eine unterschiedliche Ausgangssituation (Gesundheitszustand, Eintrittsalter etc.) und damit ist nicht immer der Testsieger von Stiftung Warentest der persönliche Testsieger bzw. die optimale Wahl.

Den nur die Zahnzusatzversicherung die Ihre persönlichen Bedürfnisse am besten erfüllt ist die beste Zahnzusatzversicherung.

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