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Zahnlexikon.




Amalgam

Legierung von Quecksilber mit einem oder mehreren Metallen.
Plastisches Füllungsmaterial für Zähne.


Andersartiger Zahnersatz

Ein andersartiger Zahnersatz nach § 55 Abs. 5 Sozialgesetzbuch V liegt dann vor,
wenn dieser die für den jeweiligen Befund festgelegte Regelversorgung nicht beinhaltet.
Für Fälle, die sowohl eine gleich- wie eine andersartige Versorgung beinhalten - dies
ist meist bei umfangreicheren Versorgungen der Fall - , ist keine gesetzliche Regelung
vorhanden ( "Mischfälle"). Bei Implantatversorgungen gelten die Suprakonstruktione
immer als andersartig.

Ein Beispiel: Es bestehen mehrere Zahnlücken in einem Kiefer, die Regelversorgung sieht
dafür eine (herausnehmbare) Modellgussprothese vor. Der Patient wünscht aber eine
(festsitzende) Brücke. Der Zahnersatz (die Brücke) gilt nun als "andersartiger Zahnersatz";
der Patient erhält eine Rechnung nach der privaten Gebührenordnung (GOZ), welche er direkt
an die Zahnarztpraxis bezahlt - er ist im Prinzip ein Privatpatient, aber nur für die
Anfertigung dieses Zahnersatzes. Entsprechend werden die entstandenen zahntechnische
Leistungen nicht nach dem Bundeseinheitlichen Verzeichnis zahntechnischer Leistungen
(BEL) sondern nach der (privaten) Bundeseinheitlichen Benennungsliste (BEB) abgerechnet;
allerdings bleibt es in diesen Fällen dem Labor freigestellt, nach welcher Liste es die
Rechnung stellt. Aufgrund der Rechnung erhält der Patient von seiner Kasse einen Zuschuss
im Rahmen der Kostenerstattung in Höhe der Regelversorgung für eine Modellgussprothese.


Ankerzahn

Stabiler Zahn, der als Befestigung von Brücken oder Prothesen dient.
Zu diesem Zweck wird der bis dahin gesunde Ankerzahn abgeschliffen und überkront.
An dieser Ankerkrone wird dann der Zahnersatz befestigt.


Bleaching / Bleichen / Zahnaufhellung

Beseitigung der Verfärbung der Zähne. Diese künstliche Aufhellung der Zähne stellt
eine rein kosmetische Behandlung dar. Sie ist nicht medizinisch notwendig, weshalb
die Kosten dafür weder von der gesetzlichen Krankenversicherung, noch von einer
Zahnzusatzversicherung übernommen werden.


Bonusheft

Mit regelmäßigem jährlichen Besuch beim Zahnarzt kann der 50%ige Festzuschuss
der gesetzlichen Krankenversicherung nach 5 Jahren auf 60% und nach 10 Jahren
auf 65% erhöht werden. Es wird ein lückenloser Verlauf verlangt, d.h. wenn Sie
ein einziges Jahr es vergessen haben oder zu spät beim Zahnarzt gewesen sind,
haben Sie alles verwirkt und fangen wieder mit "0-Jahren" von vorne an.


Brücke

Fest sitzender oder bedingt abnehmbarer getragener Zahnersatz. Besteht aus hygienisch,
ästhetisch und funktionell gestalteten Ankerelementen (Zähnen) und einem ein- oder
mehrspannigen Brückenkörper. Ersetzt also eine Lücke zwischen zwei Zähnen.


Dental

Den Zahn betreffend.


Dentin

Zahnbein. Hauptmasse des Zahns. Sie umschließt die Pulpa, ist im Kronenteil von Schmelz
überzogen und im Wurzelteil von Zement bedeckt. Dentin ist härter als Knochen, aber
weicher als Schmelz.


Dentition

Zahndurchbruch. Man unterscheidet zwischen erster und zweiter Dentition.
Erste Dentition: Milchzahndurchbruch (zwischen dem 6. und 30. Monat).
Zweite Dentition: Durchbruch der bleibenden Zähne (zwischen 6 und 18 Jahren).
Weisheitszahndurchbruch mit etwa 18 Jahren.


Empfindliche Zähne

Dentin wird im Bereich der Zahnhälse nicht vom Schmelz bedeckt. Es kommt zu Schmerzen bei
Saurem, Kaltem oder Warmem. Behandlung mit Fluoridlack oder stark fluoridhaltiger Zahncreme
schafft Abhilfe.


Festzuschuss

Seit Januar 2005 gelten die neuen Erstattungsrichtlinien bei Zahnersatz, seitdem gilt auch
parallel das "befundbezogene Festzuschusssystem". Für standardisiert festgelegte Befunde
wurden die Kosten ermittelt wie sie bei einer medizinisch notwendigen Regelversorgung anfallen
dürfen. Den von den gesetzlichen Krankenversicherungen übernommene Anteil an den Kosten der
Regelversorgung nennt man nun Festzuschuss. Als Patient erhalten Sie nun einen befundbezogenen
Festzuschuss, unabhängig von den tatsächlich Behandlungskosten. Wenn Sie eine abweichende
höherwertige Versorgung wünschen erhalten Sie den Festzuschuss in identischer Höhe, den über
den Festzuschuss hinaus gehenden Anteil müssen Sie selbst tragen.


Fissurenversiegelung

Kariesprophylaktische Maßnahme, bei der die Fissuren (Einschnitte, Spalten oder Furchen in der
Kaufläche von Backenzähnen) durch einen dünnen Kunststoffüberzug geschützt werden.


Fluoride

Salze der Fluorwasserstoffsäure. Werden zur Vorbeugung von Karies, zur Unterstützung der
Behandlung der Initialkaries und zur Behandlung überempfindlicher Zahnhälse genutzt.


Füllung

Ersatz der erkrankten Zahnhartsubstanzen z.B. durch Amalgam, Gold, Keramik oder Kunststoff.


Gleichartiger Zahnersatz

Es handelt sich (wie auch beim "andersartigen Zahnersatz", s.o.) um eine Wortschöpfung. Bezug
genommen wird dabei auf das Sozialgesetzbuch V, worin es in § 55 Abs. 4 zu diesem Ausdruck heißt:
"... (4) Wählen Versicherte einen über die Regelversorgung gemäß § 56 Abs. 2 hinausgehenden
gleichartigen Zahnersatz, haben sie die Mehrkosten gegenüber den in § 56 Abs. 2 Satz 10 aufgelisteten
Leistungen selbst zu tragen."

Vereinfacht bedeutet dies: Als Grundleistung wird eine Regelversorgung erbracht, es kommen weitere
Leistungen hinzu. Typisches Beispiel ist die Krone auf dem oberen ersten großen Backenzahn: Die
Regelversorgung sieht dafür eine Metallkrone (Vollgusskrone) vor. Wird diese nun mit einer weißen
Schicht zahnfarben verblendet (Verblendkrone; für diesen Zahn außerhalb der Regelversorgung), so gilt
diese "weiße Krone" als Zusatzleistung auf dem Boden einer Regelversorgung und deshalb als
"gleichartiger Zahnersatz". Der Versicherte erhält dafür den "Festzuschuss Metallkrone" von seiner
Kasse und trägt die anfallenden Mehrkosten für das zahnfarbene Aussehen.


GOZ

Gebührenordnung für Zahnärzte. Gilt für die auf private Rechnung erbrachten,
nicht kassenärztlichen Leistungen.


Heil- und Kostenplan (HKP)

Gibt Aufschluss über eine vorgesehene Behandlung und ihre Kosten. Die Aufstellung des HKP muss vor
Beginn der Behandlung erfolgen. Die Krankenkasse gibt auf dem HKP ihre Kostenübernahmezusage und
weist auch den gemäß Bonusheft gewährten Bonus aus. Unabhängig von den individuellen Regelungen in
den Bedingungen Ihrer Zahnzusatzversicherung empfehlen wir Ihnen generell, jeden vom Zahnarzt
erstellten Heil- und Kostenplan rechtzeitig vor Behandlungsbeginn Ihrem Zahnzusatzversicherer
in Kopie vorzulegen.


Hypnose

Künstlich hervorgerufener, veränderter Bewusstseinszustand, wobei die Aufnahmefähigkeit,
z.B. für die Worte des Hypnotiseurs oder andere Angaben, erhalten bleibt. Kann für eine
schmerzgeminderte Zahnbehandlung angewendet werden.


Implantat

Künstliche Zahnwurzel zur Befestigung von Kronen, Brücken und Prothesen. Dieser Stützpfeiler
wird anstelle eines verlorenen Zahnes in den Knochen eingeschraubt und wächst dann fest.


Individualprophylaxe

Individuelle Beratung und Betreuung eines Patienten mit dem Ziel, Karies und Paradontopathien
möglichst vollständig zu verhindern. Dazu gehört z.B. die Beratung hinsichtlich der Ernährung
und Mundhygiene, aber auch die professionelle Zahnreinigung (PZR).


Initialkaries

Frühes Kariesstadium, bei dem eine Remineralisation noch möglich ist.
Erkennbar an einer kreidigen Schmelzoberfläche.


Inlay / Einlagefüllung

Füllung, deren Form außerhalb des Mundes im Labor vom Zahntechniker hergestellt wird.
I. d. R. aus Gold oder Keramik.


Interdental

Zwischen den Zähnen.


Karies

Zahnfäule. Demineralisationsprozess der Zahnhartsubstanzen durch Säuren, die z.B. beim Abbau von
Zucker im Mund entstehen. Beginnende Karies (Initialkaries) kann durch Gabe von Fluorid geheilt
werden (Remineralistaion). Weiter fortgeschrittene Schäden (Kavität) müssen vom Zahnarzt mit einer
Füllung verstehen werden (Kavitätspräparation).


Kavität

Kariöse Höhlung im Zahn. Fortgeschrittenes kariöses Wachstum mit eingebrochener Schmelzoberfläche.


Keramik

Beliebter Werkstoff für die Herstellung von Zahnersatz oder Inlays.


Kieferorthopädie

Lehre der Zahnstellungs- und Kieferanomalien und ihrer Behandlung.


Krone

Umfassung, Überzug und Abdeckung von natürlichen Zahnkronen mit Metall, Kunststoff oder
keramischen Massen. Die Krone bedeckt vollständig den in die Mundhöhle ragenden Teil des Zahnes.


Lokalanästhesie

Örtliche Betäubung.


Milchzähne

Die ersten 20 Zähne. Erster Durchbruch ca. im 6. bis 7. Lebensmonat. Fallen zwischen dem 6. und
12. Lebensjahr wieder aus und werden durch die permanenten Zähne ersetzt.


Odontologie

Lehre von den Zähnen.


Onlay

Eine die Kaufläche der Zahnkrone umfassende Kuppelfüllung. Auch zum Schutz geschwächter Zahnwände.


Parodontitis / Parodontose / Parodontosis

Neben Karies die verbreitetste Zahnerkrankung. Verlauf: zunächst Zahnfleischentzündung (Gingivitis),
greift der Entzündungsprozess dann auf das Zahnbett über, spricht man von Parodontitis. Geht das
Zahnfleisch ohne erkennbare Entzündungszeichen zurück, spricht man von Parodontosis.
Parodontalerkrankungen sind häufig Ursache für den Zahnverlust besonders bei
Erwachsenen ab dem 35. Lebensjahr.


Permanente Zähne

Bleibende Zähne. Zähne, die in der zweiten Dentition wachsen (zwischen 6 und 18 Jahren).


Plaque

Haftender, meist hell- bis dunkelgelber Zahnbelag.
Entsteht durch Bakterien im Mund und ist die Ursache für Karies.


Professionelle Zahnreinigung (PZR)

Zahnreinigung, die über die häusliche Zahnpflege hinausgeht. Erfolgt in der Zahnarztpraxis durch
besonders geschultes Personal. Ist keine Leistung der Gesetzlichen Krankenkasse, wird jedoch von
einigen Zahnzusatzversicherungen in unterschiedlicher, aber jeweils tariflich festgelegter Höhe
übernommen.


Prophylaxe

Vorbeugende Maßnahmen. Verhütung von Krankheiten.


Pulpa

Das weiche Gewebe in den Zähnen, z.B. Nerven und Bindegewebe. Füllt den Hohlraum des Zahnes.


Regelversorgung

Legt die jeweils anzuwendende Therapieform für alle zahnärztlichen Befunde bei gesetzlich
versicherten Personen fest. Beinhaltet die Höhe der Zuschüsse, die Krankenkassen für die
jeweilige Behandlung an Zahnärzte und Dentallabore zahlen.


Remineralisierung

Erneute Einlagerung von Kalziumphosphaten in entmineralisiertes Zahnhartgewebe. Defekt kann
überdeckt und so weiteres Fortschreiten (Bildung von Karies) verhindert werden.


Sekundärkaries

Am Rande mangelhafter Füllungen aufgetretene neue Karies.


Teilkrone

Kronenform, die die natürliche Zahnkrone nur teilweise bedeckt. Hier wird im Vergleich zur
Verblendkrone weniger Zahnsubstanz geopfert.


Veneers / Verblendschalen

Keramische Frontzahn-Teilkronen.


Verblendkrone

Krone mit Verkleidung aus zahnfarbenem Material.


Weisheitszähne

Zähne mit der Endziffer 8 im Zahnschema, Durchbruch zwischen dem 16. und 35. Lebensjahr, oft auch
noch später. Gelegentlich gar nicht angelegt. Die unteren Weisheitszähne weisen häufig
Stellungsanomalien auf, die Anlass zu Komplikationen beim Durchbruch geben.


Wurzelkanalbehandlung

Methoden zur Erhaltung des Zahns bei erkrankter oder devitaler Pulpa. Entfernung der entzündeten
oder infizierten Pulpa, dann Reinigung und Erweiterung des Wurzelkanals und anschließend Füllung
und Abdichtung des entstandenen Hohlraums.


Wurzelkaries

Karies an der Zahnwurzel.


Zahnärztlicher Befundbericht / Zahnärztliches Zeugnis

Auf diesen Vordrucken dokumentiert der behandelnde Zahnarzt den aktuellen Zahn- und Gebisszustand,
listet vorhandenen Zahnersatzes und / oder bestehende Zahnfleisch- erkrankungen auf, und benennt
bereits diagnostizierten Behandlungsbedarf. Kann im Zuge der Antrags- und Risikoprüfung bei einer
Zahnzusatzversicherung seitens des Versicherers angefordert werden,
wenn die Einstufung der Versicherbarkeit unklar ist.


Zahnbelag

Sekundär am Zahn und am Zahnfleisch entstehende Auflagerung.
Man unterscheidet weiche Beläge (z.B. Plaque) und harte Beläge (z. B. Zahnstein).


Zahnersatz

Neue Zähne:

1. herausnehmbarer Zahnersatz,
2. festsitzender Zahnersatz (Kronen oder Brücken) oder
3. eine Kombination aus herausnehmbarem und festsitzendem Zahnersatz


Zahnfleischentzündung / Gingivitis

Akute oder chronische Entzündung des Zahnfleisches.


Zahnhals

Teil des Zahns, der sich zwischen Krone und Wurzel befindet und an dem sich Schmelz und Zement treffen.
Ist normalerweise mit Zahnfleisch bedeckt.


Zahnhartsubstanzen

Mineralisierte Bestandteile des Zahns (Schmelz, Dentin, Zement).


Zahnschema / Gebissschema

Dient zur schriftlichen Dokumentation des Zahnbestandes. Erste Ziffer gibt einen der vier Quadranten an.
Die zweite Ziffer gibt den Zahn an: 1-2 Schneidezähne, 3 Eckzähne, 4-5 vordere Backenzähne,
6-7 Backenzähne, 8 Weisheitszähne.


Zahnschmelz

Widerstandsfähiger Überzug des Dentins im Kronenteil des Zahns.


Zahnstein

Harte Ablagerungen an den Zahnkronen, die im Zuge der normalen
häuslichen Zahnreinigung nicht zu entfernen sind.


Zahnwurzel / Radix

Abschnitt eines Zahns vom Kronensockel bis zur Wurzelspitze. Besteht aus Dentin und
einem Zementmantel und dient der Verankerung von Zähnen im Kiefer.
Je nach Größe haben die Zähne zwischen einer und drei Zahnwurzeln.

 

Geschlecht
Geburtsjahr